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Artikel vom 29.12.2007

2008 wird grün

2007 war das Jahr der Katastrophen-Ankündigungen. „Wir haben noch 13 Jahre Zeit“, meinte eine Boulevardzeitung zu den dramatischen Ankündigungen des Weltklimarats. Klimaschutz wird kein Thema für Idealisten bleiben, weil er neben der Umwelt auch den Geldbeutel schont.

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Weltuntergang” hatte der “Spiegel” schon vorher getitelt. 2008 werden wir die ersten deutlichen Auswirkungen dieser Katastrophen-Ankündigungen spüren: Viele werden kleinere Autos kaufen, Energie sparen oder auf Erneuerbare Energien umsteigen. 2008 wird grün. Auch die Wirtschaft hat die Umwelt entdeckt.

Nicht nur die Autobauer, auch die alten Energieversorger wollen grün werden. E.on hat in dieser Woche annonciert, dass “Bio-Erdgas” das “Thema der Woche” sei. Bei den Energieversorgern bleiben freilich die Taten weit hinter den schönen Worten zurück. Dafür werden sie auch 2008 wieder ihre Preise kräftig anheben – aber gerade diese Unverschämtheiten helfen wiederum den Erneuerbaren Energien, denn diese werden immer preiswerter und beliebter.

Im neuen Jahr werden wir lernen, mit Energie sorgfältiger umzugehen. Klimaschutz aus Eigennutz!

Soeben kündigte der texanische Computer-Hersteller Dell, Chef der zweitgrößten PC-Fabrik der Welt, an, sein Unternehmen zur “grünsten Technologie-Fabrik” umwandeln zu wollen. Der gesamte Stromverbrauch seiner Millionen Rechner soll dadurch ausgeglichen werden, dass Zehntausende Bäume gepflanzt werden. Seine Bäume benötigen zum Wachsen genau soviel CO2 wie seine Computer durch Stromverbrauch freisetzen.

Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat 2008 für die gesamte IT-Branche ein “Grünes Jahr” ausgerufen. Das Thema Umwelt und Energiesparen soll im neuen Jahr zum Megatrend werden. Unternehmen entdecken ihre grüne Seite. Das hilft auch dem Image – dank Al Gore und Greenpeace ist das Thema top. Dafür ist es auch hohe Zeit, denn allein in Deutschland ist das Internet jedes Jahr für vier Millionen Tonnen Treibhausgase verantwortlich. Jede Suchanfrage bei Google verbraucht soviel Strom wie eine Energiesparlampe in einer Stunde. Die Firma Freenet hat soeben den Umweltpreis des BUND gewonnen, weil sie ihren Strom vom Ökostromanbieter Naturstrom bezieht und dadurch jedes Jahr 15.000 Tonnen CO2 vermeidet.

Inzwischen ist die gesamte IT-Branche vom Umweltschutz begeistert. Google hat vor kurzem auf seinen Dächern in Kalifornien eine Riesen-Solaranlage installiert, welche soviel Strom produziert wie 1.000 Familien in den USA verbrauchen. Der US-Computerhersteller IBM investiert pro Jahr eine Milliarde Dollar ins Energiesparen.

Weil schon heute und erst recht in der Zukunft viele Käufer von Handys, Fernsehern, PCs und Kühlschränken nach stromsparenden Geräten fragen, können pro Jahr weit über zehn Millionen Tonnen CO2 allein in Deutschland eingespart werden.

Neben Hausgeräten werden wir durch den Kauf von Hybridautos, Elektroautos, Biospritautos und Kleinwagen und den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel im kommenden Jahr viel Energie sparen können, wenn wir lernen, mit Technik umweltbewusster und kostenvernünftiger umzugehen. Trotz düsterer Prognosen im Jahr 2007: 2008 kann ein Jahr der grünen Hoffnung werden.

Artikel aus "Readers Edition": http://www.readers-edition.de (Angaben zur Quelle und zum Copyright dieses Artikels hier)

Franz Alt, 29.12.2007

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