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Artikel vom 07.03.2008

Die Biokraftstoffe der zweiten Generation

Der Mythos von Biokraftstoffen als umweltfreundlicher Energiequelle ist längst entzaubert worden. Der Anbau von Zuckerrüben oder Raps vernichtet häufig wertvolle Naturlandschaften, die Herstellung von Ethanol kostet zudem viel Energie, auch steigen dadurch die Lebensmittelpreise. Israelische Forscher experimentieren daher mit Rohstoffen wie Algen, tierischen Fetten sowie verschiedenen Abfallprodukten und ungenießbaren Pflanzen, aus denen sich Öl gewinnen lässt. Diese sollen wahrhaft “grüne” Treibstoffe liefern.

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Wissenschaftler der Ben-Gurion-Universität des Negev (BGU) arbeiten etwa an einem neuartigen Dieselkraftstoff, der auf pflanzlichen und tierischen Fetten basiert. “Wir benutzen dafür überschüssige Fette, die bei der Fleischverarbeitung anfallen, außerdem viele verschiedene Öle aus Pflanzen”, sagt Professor Moti Hershkowitz von der BGU. “Das Einzigartige an unserem Produkt ist, dass es im Gegensatz zu anderen biologischen Kraftstoffen nicht erst mit anderen Inhaltsstoffen vermischt werden muss, bevor es in den Tank kommt. Unser Diesel kann direkt in die Auto-Tanks gegeben werden.”

Traum vom grünen Benzin

Den Forschern ist es dabei gelungen, Sauerstoff vom Öl abzusondern und einen Dieselkraftstoff zu produzieren, der dem heute gebräuchlichen ähnelt. “Der Unterschied liegt darin, dass unser Diesel auf pflanzlicher Basis beruht und sauberer ist”, sagt Hershkowitz. “Die Emissionen werden daher geringer sein. Zwar ist es richtig, dass der Ausstoß von Treibhausgasen wie Kohlendoxid durch PKW, die mit unserem Diesel fahren, nicht geringer sein wird. Aber die Pflanzen, aus denen wir das Öl gewinnen, dienen ihrerseits als Mittel, um diese Gase zu absorbieren.”

Experten warnen allerdings vor verfrühter Euphorie. Noch in den Kinderschuhen steckt etwa das Vorhaben, einen Biokraftstoff aus Algen zu generieren. Wissenschaftler Hershkowitz aber bleibt zuversichtlich. “Ich glaube, dass wir in der Zukunft über eine Vielzahl verschiedenster alternativer Energiequellen und biologischer Kraftstoffe verfügen werden. Davon müssen wir dann sämtliche auf ökologischen und ökonomischen Nutzen überprüfen.”

Artikel aus "Readers Edition": http://www.readers-edition.de (Angaben zur Quelle und zum Copyright dieses Artikels hier)

(S.W.), readers-edition.de, 07.03.2008

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