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Artikel vom 01.10.2008

Die Renaissance der Bahn

In dieser Woche vor 15 Jahren trat in Deutschland die erste große Bahnreform in Kraft. Seither wurde die Deutsche Bahn eines der führenden Mobilitätsunternehmen der Welt. Täglich benutzen sieben Millionen Fahrgäste die DB. Täglich sind 15.000 Güterzüge unterwegs und täglich fahren 12.400 Busse im Auftrag der Bahn. Die Deutsche Bahn ist weit besser und effizienter als ihr Ruf.Der Klimawandel und die steigenden Energiepreise werden der Bahn eine Renaissance bescheren. Kluge Politiker investieren künftig mehr in öffentliche Verkehrsmittel als in den noch weiteren Ausbau des Straßennetzes. Die zunehmende Mobilität der Deutschen, die bekanntlich Reiseweltmeister sind, ist ein großes Sorgenkind der europäischen Umweltpolitik.

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Die Deutsche Bahn konnte seit 1990 ihre Treibhausgas-Emissionen pro Tonne und pro Person um 40 % senken.  PKWs, LKWs und Flugzeuge verursachen hingegen immer mehr CO2-Abgase. Bis 2020 will die Bahn weitere 20 % einsparen. Allein der Einsatz der jüngsten S-Bahn-Generation, die jetzt Zug um Zug geschieht, bedeutet 56% weniger CO2 als das 30 Jahre alte Vorgängermodel - dank Leichtbauweise aus Aluminium und Nutzung der Bremsenergie.

Für uns Reisende lautet die Devise also: Umdenken, umsteigen und umladen.

Wer sein altes Auto gegen ein neues tauscht, freut sich schon über vielleicht 15 % CO2-Einsparung. Wer aber mit Bahn oder Bus statt mit dem Auto fährt, spart bis zu 80 % Treibhausgase und hat außerdem beim öffentlichen Verkehr eine 50mal höhere Sicherheit als im Straßenverkehr. Bahnfahren heißt Lebensqualität und oft auch Zeitersparnis.

Auf der Strecke Frankfurt-Hamburg zum Beispiel produziert ein Bahnpassagier etwa 9 Kg CO2, ein PKW 52 und ein Flugpassagier 66 Kg.

Als beinahe täglicher Bahnfahrer habe ich natürlich auch eine Menge zu kritisieren. Die Züge in Japan sind um ein mehrfaches pünktlicher und der Service besser als in Deutschland. Das Schweizer Bahnsystem ist effizienter und kundenfreundlicher als das der DB. Die Vernetzung von Bahnen, Bussen und Schiffen klappt bei unseren südlichen Nachbarn - bei weit schwierigeren geografischen Voraussetzungen - besser als in Deutschland. Schienenstilllegung und das Schließen von Bahnhöfen sind in der Schweiz einfach undenkbar.

Und dennoch ist die Bahn auch in Deutschland sicherer, preiswerter und erst recht umweltfreundlicher als der von der Politik so gehätschelte motorisierte Individualverkehr. Alle deutschen Verkehrsminister waren seit 1949 primär Autominister und Gerhard Schröder sogar ein Autokanzler.

Es ist also höchste Eisenbahn für die Verkehrswende in Deutschland.

Die ökologische Verkehrswende bedeutet eine Verdreifachung des öffentlichen Verkehrs in den nächsten 20 Jahren. Das wäre die konsequente Antwort auf den Klimawandel und würde die heutige deutsche Staugesellschaft endlich zukunftsfähig machen.

Artikel aus "Readers Edition": http://www.readers-edition.de (Angaben zur Quelle und zum Copyright dieses Artikels hier)

Franz Alt, 01.10.2008

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