Freitag, 27.5.2016
www.windjournal.de
Kostenloser Newsletter erneuerbare Energie!
Nachrichten | Erneuerbare | Kleinwindkraft | Solarenergie | Elektroauto | Newsletter | Branchenverzeichnis | Jobs | Bilder | Videos | Links | Impressum
Newsletter
Hier für den Newsletter des Wind Journals anmelden
Anzeige
Bildergalerie
Bildergalerie
Informations-Service
Das Wind Journal erstellt speziell auf die Interessen der Nutzer abgestimmte Informations-Newsletter, deren Inhalt die Nutzer mit einem intelligenten Werkzeug selbst bestimmen können! mehr
Anzeige
Suche
Artikel vom 14.02.2013

Erneuerbare-Energien-Branche warnt vor Abwürgen der Energiewende / Vorschläge von Altmaier und Rösler würden Ausbau Erneuerbarer Energien auf einen Bruchteil beschränken

Berlin (ots) - Sollte es zu einer Umsetzung der heute von den Bundesministern Altmaier und Rösler unterbreiteten Vorschläge zur Energiewende kommen, befürchtet die Erneuerbare-Energien-Branche einen massiven Markteinbruch bei Investitionen in regenerative Kraftwerke sowie ein Ausbremsen des Klimaschutzes. "Die Minister wollen Bürger und Investoren offensichtlich davon abhalten, sich aktiv für die Energiewende einzusetzen", erklärt BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk. Die Vorschläge werden heute mit den Umwelt- und Energieministern der Bundesländer diskutiert und dürften dort auf erheblichen Widerstand treffen.

Anzeigen

Den Vorschlägen der beiden Bundesminister zufolge soll die Förderung von EE-Anlagen deutlich beschränkt werden. Danach sollen sich unter anderem größere Wind-, Solarstrom-, und Bioenergieanlagen zukünftig im Wettbewerb mit abgeschriebenen fossil-/nuklearen Kraftwerken behaupten - ohne echte Preistransparenz, die die Umweltschäden und damit die wahren Kosten der Fossilen offenlegt. Die EE-Branche appelliert an die Bundesregierung und die Landesregierungen, diesen Vorschlag schnellstmöglich zu begraben.

Deshalb hat die EE-Branche Alternativvorschläge zur Entlastung der Verbraucher in Milliardenhöhe unterbreitet, um die Energiewende zu sichern und Deutschlands Führungsrolle bei Erneuerbaren Energien zu erhalten. "Die Erneuerbaren Energien selbst wollen mit gutem Beispiel voran gehen und ihren Ausbau möglichst kosteneffizient gestalten. Dazu gehören auch Anpassungen der Vergütungen und Degressionen, wo sich in Folge von Kostensenkungen Spielräume ergeben. Massive Eingriffe, die den Ausbau der Erneuerbaren Energien ausbremsen, lehnen wir hingegen ab", so Falk.

Die Erneuerbaren Energien Branche schlägt vor, an drei Stellschrauben zu drehen, um die Strompreise zu stabilisieren:

1. Umlagemechanismus des Erneuerbare-Energien-Gesetz anpassen

Erneuerbare Energien reduzieren nachweislich die Preise an den Strombörsen, doch diese Kostensenkung kommt bei den Bürgern nicht an. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) fordert eine Überarbeitung der mangelhaften Methode zur Berechnung der EEG-Umlage, über die Stromkunden hierzulande den Ausbau Erneuerbarer Energien finanzieren. Tatsache ist: Wind- und Solarenergie sorgen seit Jahren für sinkende Preise an der Strombörse - allein im letzten Jahr um rund 17 Prozent. Durch die preissenkende Wirkung aber steigt die EEG-Umlage, denn sie ergibt sich aus der Differenz von Börsenstrompreis und den Vergütungen, die regenerative Kraftwerke erhalten. Die Marktteilnehmer, die bislang von diesem Paradoxon profitieren, gilt es nun in die Verantwortung zu nehmen.

2. Reduzierung der Stromsteuer

Die Stromsteuer sollte nach der ursprünglichen Idee den klimaschädlichen Strom belasten. Bei einem heutigen Anteil der Erneuerbaren von ca. 25 Prozent am gesamten Stromaufkommen sollte daher konsequent die Stromsteuer um 25 Prozent gesenkt werden. Auch die großen zusätzlichen Einnahmen des Staates durch die erhobene Umsatzsteuer auf die gestiegene Ökostrom-Umlage könnten als Erfolg der Energiewende-Dividende mit den Bürgern geteilt werden. Eine Entlastung der Bürger um mehr als 1,75 Milliarden Euro wäre damit möglich.

3. Rückführung der Industrieprivilegierung auf den Stand von 2009

Nur Unternehmen, die tatsächlich im internationalen Wettbewerb stehen, können mit Wettbewerbsnachteilen argumentieren, um eine ganze oder teilweise Befreiung von der Erneuerbare-Energien-Umlage zu rechtfertigen. Rund 1,5 Milliarden Euro könnten hier eingespart werden und zur Sicherung stabiler Strompreise für die Bürger eingesetzt werden.

Diese drei Maßnahmen ließen sich nach Ansicht der Erneuerbaren-Branche kurzfristig umsetzen und hätten eine deutlich höhere Entlastung der Bürger zur Folge, als die Vorschläge der beiden Bundesminister.

Pressekontakt: BEE-Pressestelle, Fon: 030/2758170-16, Fax: -20 E-Mail: presse@bee-ev.de,

Bundesverband Solarwirtschaft e.V. David Wedepohl, Fon: 030/ 29 777 88-30 E-Mail: wedepohl@bsw-solar.de

Fachverband Biogas e.V. Bastian Olzem, Fon: 030/ 275 817 90 E-Mail: bastian.olzem@biogas.org

Bundesverband Windenergie e.V. Alexander Sewohl, Fon: 030/ 21 23 41 251 E-Mail: a.sewohl@wind-energie.de

BEE-Pressestelle, 14.02.2013

presseportal.de: http://www.presseportal.de/pm/51135/2416219/erneuerbare-energien-branche-warnt-vor-abwuergen-der-energiewende-vorschlaege-von-altmaier-und/api
Anzeigen

zum Thema passende Artikel

Erneuerbare Energien dürfen nicht abgewürgt werden. Altmaier darf Strompreisdebatte nicht zur Aushöhlung des EEG missbrauchen

Umfrageergebnisse zur Intersolar: keine Transparenz im Energiekostendschungel

BEE-Geschäftsführer Falk: Altmaier befeuert Energiewende-Kritik mit unseriöser Rechnung

Bundesumweltminister Altmaier will an Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien festhalten

EEG-Umlage: Erneuerbare Energien dürfen nicht Opfer ihres eigenen Erfolges werden / BEE fordert Überarbeitung der mangelhaften Berechnungsmethode

Energiewende ist ein Gewinn für künftige Generationen / Neue Studie des FÖS entlarvt Altmaiers fragwürdige 'Billionen'-Rechnung

Altmaiers Vorschläge bestrafen Energiewende-Investoren / Einfrieren der EEG-Umlage bremst den Ausbau Erneuerbarer Energien

Deutsche Umwelthilfe warnt vor Kollateralschäden eines Strompreiswahlkampfs


Quellenangaben und Copyright

Weitere Informationen zu den Quellenangaben und zum Copyright der Artikel finden Sie hier. Externe Artikel sind mit dem jeweiligen für den Artikel verantwortlichen Anbieter über den Link "zum vollen Artikel" verknüpft.

Suche in Artikeln


Wussten Sie...
...dass moderne Windenergieanlagen bis zu 5MW Leistung erbringen?
Energieliga.de