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Artikel vom 08.11.2007
Deshalb hat die Bundesregierung im Mai 2007 einen “nationalen Aktionsplan” gestartet. Landwirtschaftsminister Seehofer und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt wollen “mehr Prävention” bei der Gesundheit. Das ist der einzig erfolgversprechende Weg. Denn für unsere Gesundheit sind wir zunächst einmal selber zuständig. Doch wir Deutschen essen zu süß, zu viel und zu fett. Der Mensch ist, was er isst.
Die zentralen Gesundheitsprobleme beginnen bei den Kleinsten. Sogar 16 Prozent der Kinder sind zu dick. Hauptursachen: Falsche Ernährung und zu wenig Bewegung.
Die Bundesärztekammer hat festgestellt: Ist ein Kind erst mal zu dick, lässt sich das schwer ändern. Spätere Abspeckungsprogramme sind meist nutzlos und Diäten oft nur kurzfristig erfolgreich. Gesünder können wir nur leben, wenn wir den Anfängen wehren und die Prävention stärken. Wer seine Kinder nicht von Cola und Pommes weg bekommt, misshandelt sie. Eltern, die ihre Kinder verfetten lassen, handeln ähnlich verantwortungslos wie Eltern, die ihre Kinder verhungern lassen.
In dieser Situation bringt eine Meldung der renommierten Verbraucherzeitschrift “Ökotest” Aufklärung zur rechten Zeit: “Ökotest” (“Bioware vom Discounter”) wollte wissen, ob in den Bio- Produkten der Supermärkte tatsächlich Bio drin ist, wenn Bio draufsteht? Können sich die Käufer auf das Bio-Siegel verlassen?
Kaffee, Mehl und Brotbackmischungen bestanden den Test komplett mit “sehr gut”. Nur siebenmal gab es mittelmäßige Noten - hauptsächlich bei Milch und Weichkäse und einmal bei Nudeln. Gesamtwertung des “Ökotest”-Magazins: Feine Kost gibt es auch im Supermarkt.
Wissenschaftler vom Stuttgarter Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt bestätigen den insgesamt positiven Test und versichern, dass Tomaten, Paprika und Weintrauben aus biologischem Anbau heute besser abschneiden als vor vier Jahren. Fazit: 95 Prozent der Stichproben waren in Ordnung, nur fünf Prozent wurden beanstandet.
Trotz der guten Testergebnisse sollten Kontrollstellen als auch wir Verbraucher beim Einkaufen wachsam sein. Dann gilt auch in Zukunft: gut, besser, Bio.
78 Prozent der Käufer kaufen ihre Bio-Ware im Supermarkt. Bioprodukten sind ein Markt mit Zukunft. 2006 hatten 90 Prozent aller Haushalte mindestens einmal ein Bioprodukt gekauft - 15 Prozent machen es bereits regelmäßig.
Und die Nachfrage nach Bio steigt weiter. 2006 betrug das Wachstum der Bioprodukte in den Supermärkten 80 Prozent.
Artikel aus "Readers Edition": http://www.readers-edition.de (Angaben zur Quelle und zum Copyright dieses Artikels hier)
Franz Alt, 08.11.2007
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