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Artikel vom 07.08.2013

Windpark Düren schlägt eine Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft

Wörrstadt / Aachen (iwr-pressedienst) - Es gibt wohl wenige Orte in Deutschland, an denen die alte und die neue Form der Energieversorgung so augenscheinlich aufeinanderprallen: Am Rand der nordrhein-westfälischen Stadt Düren bauen das Projektentwicklungsunternehmen juwi und die STAWAG Solar GmbH in den kommenden Monaten drei Windkraftanlagen der neuesten Generation. Zeitgleich entsteht 40 Kilometer weiter nördlich, in Immerath bei Erkelenz, der Braunkohletagebau Garzweiler II. Dafür wird nun der 100 Jahre alte neuromantische Dom Sankt Lambertus abgerissen.

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„Das wäre nicht nötig“, sagt Paul Schweda, Leiter der juwi-Niederlassung in Essen. „Die erneuerbaren Energien haben schon heute das Potenzial, uns zu 100 Prozent mit Energie zu versorgen. Daher ist es für mich unverständlich, dass weiterhin ganze Kulturlandschaften für eine veraltete und auch noch umweltschädliche Technologie zerstört werden.“ Wie es anders und besser geht zeigt der neue Windpark in Düren-Echtz: Hier haben die ersten Bauarbeiten bereits begonnen. Im Oktober dieses Jahres sollen die Türme der Windkraftanlagen vom Typ Enercon E101 geliefert und aufgebaut werden. Die Maschinen haben jeweils eine Leistung von drei Megawatt. Frank Brösse, Geschäftsführer der STAWAG Solar GmbH, prognostiziert: „Ab Ende 2013 liefert der Park dann Jahr für Jahr rund 23 Millionen Kilowattstunden sauberen Ökostrom. Das reicht, um rund 6.600 Haushalte zu versorgen und spart im Vergleich zu Kohlekraftwerken jährlich rund 1.650 Tonnen CO2.“

Dabei schlägt der Windpark Düren nicht nur in puncto Umwelt eine Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft. Oliver Seidel, verantwortlicher Projektleiter bei juwi, berichtet: „Da in Düren bereits Keltengräber gefunden worden waren, wurde der Boden vorher archäologisch untersucht. Und tatsächlich wurden wir fündig.“ Archäologen förderten mehrere interessante Artefakte zu Tage, darunter beispielweise ein 7.000 Jahre altes Steinbeil. Die Fundstücke wurden der Denkmalbehörde Nordrhein-Westfalen übergeben.

Zur juwi-Gruppe

juwi zählt zu den weltweit führenden Spezialisten für erneuerbare Energien mit starker regionaler Präsenz und bietet Projektentwicklung sowie Produkte und Dienstleistungen rund um die Energiewende an. Gegründet wurde juwi 1996 von Fred Jung und Matthias Willenbacher in Rheinland-Pfalz. Heute beschäftigt das weltweit tätige Unternehmen mehr als 1.800 Mitarbeiter in über 15 Ländern und erzielte im Jahr 2012 einen Jahresumsatz von rund 1,1 Milliarde Euro. Zu den Geschäftsfeldern der juwi-Gruppe zählen vor allem Projekte mit Solar-, Wind- und Bioenergie, aber auch Lösungen für die Direkt- und Eigenversorgung mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien. juwi entwickelt zudem Komponenten, um Strom aus erneuerbaren Energien günstiger zu machen.

Bislang hat juwi im Windbereich rund 660 Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von etwa 1.280 Megawatt an über 100 Standorten realisiert; im Solarsegment sind es mehr als 1.500 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von ebenfalls rund 1.280 Megawatt.

Die juwi-Gruppe verfügt über Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Tschechien, Griechenland, Polen, Bulgarien, Großbritannien, Indien, Singapur, Südafrika, Chile, den USA/Kanada und Costa Rica. In Deutschland hat juwi Niederlassungen und Regionalbüros in mehreren Bundesländern. In Nordrhein-Westfalen ist das Unternehmen mit einem Büro in Essen tätig.

Zur STAWAG

Die STAWAG, Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft, hat sich einen Namen als Vorreiter für Innovation und für die Nutzung erneuerbarer Energien gemacht: So hat das Unternehmen 1991 die erste Solar-Fassade realisiert sowie im Jahr 1995 in Aachen die kostendeckende Vergütung für Solarstrom eingeführt; im Jahr 2006 hat die STAWAG als erstes Unternehmen in Deutschland Bio-Erdgas ins Erdgasnetz eingespeist. Der kommunale Energieversorger strebt an, im Jahr 2020 rund 600 Gigawattstunden grünen Strom in eigenen Anlagen zu produzieren. Dazu hat der Energiedienstleister 2003 eine eigene Gesellschaft gegründet, die sich mit einer Belegschaft von 35 Mitarbeitern ausschließlich mit der Planung, Umsetzung und dem Betrieb von Erneuerbare-Energien-Anlagen befasst. Seit über 20 Jahren bietet das regionale Unternehmen Bürgerinnen und Bürgern eine umfangreiche Energieberatung an, die durch Förderprogramme flankiert wird. Des Weiteren engagiert sich die STAWAG bei Innovationsprojekten und Leuchtturmprojekten der Bundesregierung zum Beispiel im Bereich Elektromobilität, intelligente Zähler und Netze sowie bei Energie-Speicher-Projekten. Die STAWAG macht sich für Stadtwerke stark: beispielsweise in Verbänden wie dem VKU und dem BDEW sowie vor allem als Gründerin der Stadtwerke-Kooperation Trianel, die heute ein Netzwerk von über 50 Gesellschaftern und Partnern umfasst. Der STAWAG-Konzern beschäftigt über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftete 2012 einen Umsatz von 440 Millionen Euro.

Wörrstadt / Aachen, den 7. August 2013

Ricarda Schuller, Pressereferentin, 07.08.2013

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