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Ab 2012 gibt es weniger Geld für Solarthermie und Kesseltausch

Bafa verweist auf höhere Zuschüsse bis Jahresende

Zuschüsse für Solarthermie sinken 2012. © Roto

Zum Jahresende sinken die Zuschüsse des Bafa für Kesseltausch und Solarthermie. Die Boni für Holzheizungen und Wärmepumpen bleiben gleich.

Für besonders energieeffiziente Anlagenkombinationen gibt es nach den Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt noch bis zum Jahresende 2011 höhere Fördersätze. Grundsätzlich gibt es einen Bafa-Bonus seit dem 1. September 2011 aber nur noch, wenn der Einbau einer effizienten Umwälzpumpe und die Durchführung des hydraulischen Abgleichs des Heizungssystems nachgewiesen werden.

Private Haushalte sollten aufgrund der sinkenden Zuschüsse schnell handeln und die neue Heizungsanlage noch in diesem Jahr in Betrieb nehmen, so das Bafa. Entscheidend ist dabei nicht, wann der Auftrag erteilt wurde, sondern wann die Anlage in Betrieb gegangen ist. Der Förderantrag muss bis zum 30. Dezember 2011 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingehen.

So können private Haushalte, die bis zum Jahresende einen neuen Brennwertkessel auf Öl- oder Gasbasis zusammen mit einer thermischen Solaranlage mit zwölf Quadratmeter Kollektorfläche in Betrieb nehmen, eine Förderung in Höhe von 2.040 Euro erhalten. Wird die Heizungsanlage erst im kommenden Jahr in Betrieb genommen, kann für die gleiche Anlage nur eine Zuwendung von 1.580 Euro ausgezahlt werden. Insgesamt gilt: derzeit gibt es für den Austausch eines Kessels gegen ein effizienteres Modell 600 Euro, im nächsten Jahr 500 Euro. Auch der Kombibonus bei Einsatz unterschiedlicher Erneuerbarer sinkt von 600 auf 500 Euro.

Bei Solarthermie gibt es Förderung nur für Kombianlagen, die sowohl heißes Wasser liefern als auch die Heizung unterstützen. Pro Quadratmeter Kollektorfläche gibt es einen Zuschuss von 120 Euro. Nach dem 30. Dezember 2011 liegt die Fördersumme bei 90 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche.

Die Anschaffungskosten pro Quadratmeter Kollektorfläche liegen heute - je nach Voraussetzungen des Gebäudes - durchschnittlich zwischen 700 und 2.000 Euro. Eine Solarwärmeanlage zur reinen Warmwasserbereitung eines Vier-Personen-Haushalts ist rund vier Quadratmeter groß und kostet bei einem angenommenen Quadratmeterpreis von 1.500 Euro entsprechend 6.000 Euro. Sie wird aber nicht bezuschusst. Die Kosten für eine Kombianlage liegen bei rund 12.000 Euro inklusive Montagekosten.

Die Innovationsförderung ist besonders für Eigentümer von Mehrfamilienhäusern interessant. Sie wird für große Solaranlagen zwischen 20 und 40 Quadratmetern bezahlt. Sie können Heizung und Warmwasser kombinieren, müssen dies aber nicht. Hier gibt es 180 Euro pro Quadratmeter bei Heizungsanlagen auch 2012. Für Warmwasseranlagen gibt es pro Quadratmeter Kollektorfläche einen Zuschuss von 120 Euro, nach dem 30. Dezember 2011 liegt die Fördersumme bei 90 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche.

Der Antrag auf Innovationsförderung muss nicht bei Inbetriebnahme, sondern schon vor der Auftragsvergabe gestellt werden. Entscheidend ist, dass der Antrag spätestens am 30. Dezember 2011 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingeht, um noch die höheren Fördersätze zu erhalten. Sobald Hausbesitzern die Förderzusage zugestellt wird, haben sie neun Monate Zeit, um die Solarthermieanlage bauen zu lassen.

Bei Holzheizungen und Wärmepumpen ändern sich die Förderbedingungen nicht.

von unserer Redakteurin Pia Grund-Ludwig

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