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Artikel vom 18.09.2010

100.000 bei Großdemo in Berlin

Die Demonstration war ein voller Erfolg. Zehntausende nahmen an der Großkundgebung teil. Es war der erfolgreiche Auftakt des von der Opposition angekündigten „heißen Herbstes“.

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Die Demonstration verlief friedlich und mit guter Stimmung. In mehrere Zügen umzingelten die Demonstranten das Regierungsviertel, vorbei am Reichstagsgebäude, dem Kanzleramt und dem Abgeordnetenhaus kamen die Bürger zur Großkundegebung auf dem Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof zusammen.

Die Breite Bevölkerung demonstiert

Unter den Demonstranten befand sich eine breiter Schnitt der Bevölkerung, Angehörige verschiedenster Verbände und aller Parteien. Es waren sowohl die klassischen  Atomenergie-Skeptiker wie Green Peace, die IPPNW und diverse Vertreter der Branche erneuerbarer Energien und hohe Vertreter der Oppositionsparteien die Grünen, der SPD und der Links-Partei anwesend als auch Mitglieder der Regierungsparteien.

CDU Wählern fehlen die fachlichen Belege für eine Verlängerung

Aber auch viele Mitglieder sowohl der CDU/CSU als auch der FDP waren gekommen, um Ihren Unmut über das Handeln der eigenen Regierung zu äußern. Die Entscheidung der Regierung sei mit dem Auftragsgutachten nicht zu verstehen, die Kanzlerin müsse „die Notwendigkeit der Verlängerung sachlich begründen“ und auf die Kritik von verschiedenen Seiten eingehen. Wer behaupte, dass „fachlich eine Laufzeitverlängerung von 10-15 Jahren sinnvoll sei“, der müsse dies auch fachlich begründen. Das Gutachten hält hierfür jedoch keineswegs stand.

Einer der Demonstanten, promovierter Physiker mit Sachkenntnis über Atomenergie, kommentierte schlicht: „Ich hatte Frau Merkel für intelligenter gehalten.“.

Einmal mehr ist eine breite Mehrheit im Volk durch die Politik aufgebracht worden. Die Regierung macht keine Politik im Sinne des Volkes und scheitert  - ähnlich wie beim Projekt Stuttgart 21 -  daran den Nutzen den Bürgern klarzumachen.

Die Erklärung dürfte der Regierung mit dem eigens beauftragten Fachgutachten auch schwerfallen. Denn es gibt keine eindeutigen Vorteile einer Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke.

Atomausstieg selber machen

Auf der Demonstration wurde auch dazu aufgerufen, zu Energielieferanten zu wechseln, die ausschließlich Ökostrom liefern.

Es wurde darauf hingewiesen, dass es am sinnvollsten sei, zu solchen Anbietern zu wechseln, die nicht mit den großen EVU zusammenhängen. Es wurden vier zuverlässige eigenständige Lieferanten genannt: Naturstrom, Lichtblick, die Elektrizitätswerke Schönau sowie Green Peace Energy. Alle Bürger könnten so selbst den Atomausstieg vorantreiben.
 

Konstantin Wiegandt, 18.09.2010

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