Freitag, 12.8.2022
www.windjournal.de
Kostenloser Newsletter erneuerbare Energie!
Nachrichten | Erneuerbare | Kleinwindkraft | Solarenergie | Elektroauto | Newsletter | Branchenverzeichnis | Jobs | Bilder | Videos | Links | Impressum
Newsletter
Hier für den Newsletter des Wind Journals anmelden
Anzeige
Bildergalerie
Informations-Service
Das Wind Journal erstellt speziell auf die Interessen der Nutzer abgestimmte Informations-Newsletter, deren Inhalt die Nutzer mit einem intelligenten Werkzeug selbst bestimmen k�nnen! mehr
Anzeige
Suche
Artikel vom 04.05.2007

Brasilianische Kirche gegen Biosprit

In Brasilein herrschen ökologische und soziale Probleme durch die Herstellung von Bioenergie. Bioenergie ist das Multitalent der erneuerbaren Energien. Aus Biomasse kann Strom, Wärme und Fahrzeugsprit gewonnen werden und sie ist speicherbar. Aber beim Anbau von Bioenergie können auch Fehler gemacht werden, wie zum Beispiel in Brasilien.

Anzeigen

Dort fährt bereits jedes zweite Auto mit Bioenergie aus Zuckerrohr. Und viel heimische Bioenergie wird bereits exportiert. Brasilien will das "Saudi-Arabien der Biomasse" werden. Wenn brasilianischer Biosprit nicht nur im eigenen Land, sondern weltweit eingesetzt wird, bekommt das Land natürlich Probleme. Die katholische Kirche in Brasilien hat soeben die oft unmenschlichen Arbeitsbedingungen und die Umweltzerstörung in ihrem Land kritisiert.

Extreme Arbeitsbedingungen fordern sogar Tote

Besonders schädlich sei die Biosprit-Produktion aus Zuckerrohr. Hier herrsche eine extreme Ausbeutung der Arbeiter. Hunderte Zuckerrohrschneider seien in Folge der harten Arbeit an Überanstrengung gestorben. Auch gebe es Kinderarbeit und Sozialdumping. Nur so kämen die niedrigen Preise für brasilianischen Zucker und Biosprit zustande. Zuckerrohr sei zudem eine schädliche Monokultur, deren Anbau die Umwelt wegen Dünger und Pestiziden stark belaste.

Diese Kritik trifft nach meiner Erfahrung für manche Gegenden Brasiliens zu - aber nicht für das ganze Land. Diese hier kritisierten Fehler sind jedoch vermeidbar. Der Anbau von Bioenergie muss nicht als Monokultur erfolgen und selbstverständlich können soziale Standards eingehalten werden - auch in Brasilien. In Deutschland und in den meisten Ländern der Welt bedeutet Bioenergie eine große Chance für Hunderttausende Arbeitsplätze - langfristig. Die ökologische Grundregel muss freilich heißen: Bioenergie muss primär in dem Land eingesetzt werden, in dem sie angebaut wird. Zentralistische Strukturen sind ein entscheidender Nachteil der fossil-atomaren Energiewirtschaft.

Jedes Land muss seine eigene Bioenergie produzieren

Dezentrale Strukturen sind die Voraussetzungen der neuen Energiewirtschaft auf der 100-prozentigen Basis von erneuerbaren Energien. Jedes Land muss demnach seine eigene Bioenergie produzieren und soll sie nicht exportieren. Sonst kommt es - wie in Brasilien - zu ökologischen und sozialen Problemen durch Bioenergie.

Artikel aus "Readers Edition": http://www.readers-edition.de (Angaben zur Quelle und zum Copyright dieses Artikels hier)

Franz Alt, 04.05.2007

Anzeigen

zum Thema passende Artikel

Erneuerbare Energien: Biogas & Wasser 2/3

Die Bioenergie ist nicht schuld am Hunger

Erneuerbare Energien: Sonne & Wind 1/3

Die Energiewende ist möglich – Neue Energie – Neue Arbeitsplätze

Neue Netze und Leitungen braucht das Land

Klimaschutz - die Aufgabe des Jahrhunderts

Lernen aus dem Biosprit-Desaster

In Brasilien stirbt der Regenwald


Quellenangaben und Copyright

Weitere Informationen zu den Quellenangaben und zum Copyright der Artikel finden Sie hier. Externe Artikel sind mit dem jeweiligen für den Artikel verantwortlichen Anbieter über den Link "zum vollen Artikel" verknüpft.

Suche in Artikeln


Energieliga.de