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Artikel vom 14.01.2008

China: Kampf den Plastiktüten

In China sterben jedes Jahr zehntausende Wale, Robben und Schildkröten, weil sie weggeworfene Plastiktüten für essbar halten. Auch deshalb will die chinesische Regierung bis zu den Olympischen Spielen Plastiktüten verbieten und die Umweltverschmutzung im Reich der Mitte eindämmen.

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Bisher werden in China jährlich drei Milliarden Plastiktüten weggeworfen, was einer riesigen Verschwendung von Energie und Ressourcen gleichkommt. Doch das Umweltbewusstsein im bevölkerungsreichsten Land der Welt mit 1.35 Milliarden Konsumenten wächst. So produziert China schon seit drei Jahren bis zu fünfmal mal mehr Sonnenkollektoren als alle 27 EU-Staaten zusammen, was hierzulande kaum jemand zur Kenntnis nimmt. In der Drei-Millionen-Stadt Kunming im Südwesten des Landes gibt es so gut wie kein Haus mehr ohne Sonnenkollektoren. In Bayern gibt es nicht mal ein kleines Dorf, in dem jedes Haus mit Solarwärme versorgt wird. Die Idee der Mülltrennung ist in China noch neu und bislang kaum praktiziert.Doch ab 1. Juni dieses Jahres dürfen Plastiktüten nur noch gegen eine Gebühr benutzt werden. In Zukunft soll es Sammelbehälter und Recycling geben. Wer sich nicht an die neue Ordnung hält, muss mit saftigem Bußgeld rechnen. Die hauchdünnen Tüten sind zwar praktisch, aber sie verrotten nur langsam und zerfallen in hochgiftige Einzelbestandteile.Ein zweites großes asiatisches Land, dem es hierzulande niemand zugetraut hätte, nämlich Bangladesch, hat Plastiktüten schon seit sieben Jahren komplett verboten. Dort verstopften sie Abwasserkanäle und verursachten Überschwemmungen während der Monsunzeit. In den USA sind die beliebten Tüten erst in einigen Städten wie San Francisco verboten. Irland erhebt eine Steuer auf Plastiktüten und hat dadurch eine Reduktion um 90 Prozent erlebt.

Mit seinem neuen Kampf gegen die Plastiktüten will China im Olympiajahr der ganzen Welt zeigen, dass es umweltsensibel geworden ist. Die kommunistische Partei und die Regierung Chinas haben dazu auch allen Grund. Allein durch Smog wegen der vielen Kohlekraftwerke starben 2007 über 450.000 Chinesen. Und jede Woche wird auch im neuen Jahr im Riesenreich ein neues Kohlekraftwerk gebaut. Bei zehn Prozent Wirtschaftswachstum pro Jahr kein Wunder solange das Land Erneuerbare Energien nicht noch weit intensiver nutzt. Wenn Pekings Regierung und Stadtverwaltung nichts gegen dieses Umweltproblem unternehmen, riskieren sie, dass einige Sportler im August dieses Jahres mit Gasmasken antreten müssen und China würde sein Gesicht verlieren.

Chinas Sportfunktionäre haben beschlossen, dass die Olympischen Spiele 2008 die erste solare Olympiade in der Weltgeschichte werden soll.

Alle Energie, welche zur Durchführung der Spiele aufgewendet werden muss, soll durch das Installieren von Erneuerbaren Energien klimaneutral organisiert werden. Und bei der Produktion von Umwelttechnologien will China bis zum Jahr 2010 das noch führende Deutschland überholen, hat soeben das Pekinger Umweltministerium angekündigt. Vielleicht trägt das größte Sportereignis 2008 dazu bei, dass es anschließend auch der Umwelt ein wenig besser geht.

Artikel aus "Readers Edition": http://www.readers-edition.de (Angaben zur Quelle und zum Copyright dieses Artikels hier)

Franz Alt, 14.01.2008

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