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Artikel vom 07.06.2008

Der Hunger-Skandal

Die Menschheit finanziert teure Kriege und teure Weltraumflüge, aber den Hunger auf unserem Heimatplaneten kann sie immer noch nicht besiegen. Im Frühjahr 2008 hungern vor allem in Afrika und Südostasien 862 Millionen Menschen und 26.000 Menschen verhungern jeden Tag - auch heute.

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Vor acht Jahren haben die wichtigsten Politiker der Welt beschlossen, dass die Zahl der Hungernden bis zum Jahr 2015 halbiert werden soll. Doch seither ist diese Zahl noch gestiegen, hat die Welternährungskonferenz in dieser Woche in Rom festgestellt. 862 Millionen Menschen hungern. Das sind mehr als 10mal so viel wie in Deutschland leben.

Hunger auf einem reichen Planeten ist der Skandal unserer Zeit und die Schande unseres Jahrhunderts.

Der Generalsekretär der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft, Jacques Diouf, hat soeben vorgerechnet, dass 20 Milliarden Euro pro Jahr ausrechnen würden, um den Hunger zu besiegen, wenn das Geld wirklich in effiziente Entwicklungsprojekte und nicht in Prestigeobjekte von Regierenden gesteckt würde.

Die Zahl 20 Milliarden klingt riesig, ist aber eher bescheiden, wenn man sie in Relation setzt mit dem Geld, das allein die US-Regierung für Krieg und Massenmord im Irak ausgibt - nämlich mehr als das Fünffache jedes Jahr. Auch Deutschland steckt jedes Jahr 28 Milliarden Euro in Militär und Rüstung, obwohl wir keine Feinde mehr haben und nur noch von Freunden umstellt sind.

Diese Zahlen verdeutlichen eine brutale Wahrheit

Die Lösung des Hungerproblems ist politisch gar nicht wirklich gewünscht. Korrupte Regierungen in Ländern der Dritten Welt, die ihre Bauern vernachlässigen, sind die eine Seite des Hungerproblems. Aber die andere Seite ist fehlender politischer Wille der reichen Regierungen, die ihr Geld noch immer eher in menschverachtende Waffensysteme stecken und ihre Entwicklungsaufgaben sträflich vernachlässigen.

An der Spitze der reichen Staaten stehen meist Christen. Wie wäre es, wenn Papst und Bischöfe den sich christlich nennenden Politikern mit Exkommunikation drohen, wenn sie nicht endlich die Hungerprobleme lösen anstatt aufzurüsten wie in den Zeiten des Kalten Krieges?

Der wunderbare junge Mann aus Nazareth wäre wahrscheinlich radikal genug, solche Forderungen heute zu stellen. Und denen, die sagen, dieser Kampf sei im Angesicht realer politischer Verhältnisse sowieso aussichtslos, würde er wohl entgegenhalten: Ihr habt den Kampf für die Armen ja noch gar nicht wirklich begonnen.

Politik und Kirche und wir alle können von Jesus noch immer viel lernen, wenn wir wirklich an einer besseren Welt mitarbeiten wollen.

Artikel aus "Readers Edition": http://www.readers-edition.de (Angaben zur Quelle und zum Copyright dieses Artikels hier)

Franz Alt, 07.06.2008

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