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Artikel vom 31.03.2008

Earth Hour: Keine Resonanz in Deutschland

Über 30 Millionen Teilnehmer in mehr als 380 Städten und 35 Ländern weltweit - die Bilanz der Earth Hour 2008 klingt geradezu sensationell. Der World Wildlife Fund (WWF) hatte die gigantische PR-Aktion am vergangenen Samstag durchgeführt, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Eine ganze Stunde lang blieben daher Gebäude aller Art, Geschäfte, Hotels, Restaurants, Bars, Privatwohnungen von Christchurch in Neuseeland bis San Francisco dunkel. Sie haben von all dem nichts mitbekommen? Kein Wunder, in Deutschland interessierte sich niemand für die Aktion.

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Keine einzige deutsche Stadt oder Gemeinde beteiligte sich offiziell an der Earth Hour, die ihr Debüt im vergangenen Jahr in Sydney gefeiert hatte. In Budapest hingegen wurden die Beleuchtungen von Burg und Parlament abgeschaltet, in Kopenhagen Tivoli und Königspalast, in Sydney die Oper, außerdem die Golden-Gate-Brücke in San Francisco, der Sears Tower in Chicago, das Kolosseum in Rom. “Earth Hour zeigt, dass sich ganz normale Leute zusammen tun können, um eine Lösung gegen den Klimawandel zu finden”, so James Leape von WWF International.

Nichtsdestotrotz räumten die Veranstalter ein, dass durch die Aktion wohl kaum CO2-Emissionen eingespart worden seien. Dies wird auch der Grund gewesen sein, warum sich die Deutschen, eher bekannt für Pragmatismus denn für symbolhafte Rituale, mit dieser Kampagne nicht anfreunden konnten. Schon die Aktion “Licht aus” geriet im Dezember 2007 zum Reinfall, dabei blieben Gebäude wie der Kölner Dom oder das Brandenburger Tor ganze fünf Minuten lang unbeleuchtet.

Deutsche Presse gähnt

Folgerichtig ignorierte die deutsche Presse Earth Hour 2008 weitgehend. Von den etablierten Medien-Portalen im Internet griffen lediglich Spiegel Online und Welt.de die Agenturmeldung auf, auch der Netzeitung war das Spektakel eine virtuelle Seite wert. Ein Grund zur Gram? Mitnichten, denn bei uns ist der Klimawandel auch ohne Earth Hour längst in aller Munde, Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bereits eigenhändig zur Klimaretterin ausgerufen.

Dass dies nicht in allen Ländern der Fall ist, beweist das US-Nachrichtenmagazin Time. Ein ganzes Dossier widmete das renommierte Blatt dem Event. Überschrift: “Earth Hour 2008 - Did it matter?” Die überraschende Antwort: Durchaus, denn “die Technologien, die uns helfen werden, um CO2-Emissionen abzubauen, sind zwar in der Entwicklung, brauchen aber einen Push - der aber wird erst kommen, sobald wir den Klimawandel auf der politischen Agenda ganz oben platziert haben, Earth Hour, Earth Year - wir brauchen sie alle.”

Artikel aus "Readers Edition": http://www.readers-edition.de (Angaben zur Quelle und zum Copyright dieses Artikels hier)

Readers Edition, (S.W.), 31.03.2008

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