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Artikel vom 03.03.2026

Europäische Solarwirtschaft reagiert auf Marktwandel: PV-Hybride und neue Finanzierungsmodelle im Fokus

Der Ausbau zeigt: Solarenergie ist zu einer tragenden Säule der europäischen Stromversorgung geworden. Gleichzeitig befindet sich der Markt in einer Phase des Umbruchs. In vielen Ländern werden bestehende Fördermechanismen angepasst oder durch marktwirtschaftliche Instrumente ersetzt, was für Unsicherheit bei Investoren sorgt. Hinzu kommt, dass die Projekte selbst zunehmend komplexer werden. Beides zusammen beschleunigt die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und technischer Lösungen.

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Der Ausbau zeigt: Solarenergie ist zu einer tragenden Säule der europäischen Stromversorgung geworden. Gleichzeitig befindet sich der Markt in einer Phase des Umbruchs. In vielen Ländern werden bestehende Fördermechanismen angepasst oder durch marktwirtschaftliche Instrumente ersetzt, was für Unsicherheit bei Investoren sorgt. Hinzu kommt, dass die Projekte selbst zunehmend komplexer werden. Beides zusammen beschleunigt die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und technischer Lösungen.

PV-Hybridkraftwerke und stationäre Speicher als Schlüsseltechnologien

Hybridkraftwerke, die PV, Wind und/oder Batteriespeicher kombinieren, gewinnen in Europa und weltweit zunehmend an Bedeutung. In Großbritannien ist der Anteil solcher Anlagen bereits hoch, begünstigt durch gezielte Förderinstrumente und effiziente Genehmigungsverfahren. Geschäftsmodelle wie Energiearbitrage (Strom speichern, wenn die Preise niedrig sind, und bei hohen Preisen verkaufen) können einen Teil der Wirtschaftlichkeit ausmachen. Meistens wird jedoch ein Mix aus verschiedenen Geschäftsmodellen („Multi-Use“) genutzt, um die Anlagen optimal zu betreiben. Gleichzeitig verdeutlicht dies die Notwendigkeit stabiler Rahmenbedingungen für Investoren.

Die PV hat sich auch weltweit als feste Größe in der Stromversorgung etabliert: Anfang 2026 lag die weltweit installierte PV-Leistung laut Wood Mackenzie bei fast 3 Terawatt. Dieses Wachstum bringt neue Herausforderungen für Stromnetze und Marktmechanismen mit sich, etwa negative Preise in Spitzenzeiten und steigende Redispatch-Maßnahmen. Großspeicher sind in diesem Kontext entscheidend: Sie puffern überschüssigen Solarstrom, speisen ihn zeitversetzt ein und tragen so zu höherer Systemflexibilität, besserer Netzintegration und effizienterer Nutzung erneuerbarer Energie bei.

Die wirtschaftliche Attraktivität stationärer Speicher steigt deutlich. Laut BloombergNEF sanken die Preise für stationäre Speicher 2025 auf 70 US-Dollar pro Kilowattstunde – der stärkste Rückgang aller Batterie-Segmente. Treiber sind Überkapazitäten in der Zellfertigung, intensiver Wettbewerb unter chinesischen Herstellern und die zunehmende Nutzung von Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP). In Kombination mit PV-Hybridanlagen werden stationäre Speicher so zu einem integralen Bestandteil der europäischen und globalen Energiewende. Sie verbessern die Systemstabilität, ermöglichen neue Geschäftsmodelle und stärken die Wirtschaftlichkeit von Projekten unter veränderten Markt- und Förderbedingungen.

Neue Finanzierungsmodelle: CfD

In vielen EU-Ländern ersetzen darüber hinaus CfD-Modelle klassische Einspeisevergütungen. Sie sichern die Erlöse für Projektentwickler, stabilisieren die Strompreise für Verbraucher und ermöglichen die Abschöpfung von Übergewinnen (Claw-Back). Auch in Deutschland steht ein solcher Systemwechsel bevor: Die beihilferechtliche Genehmigung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) läuft Ende 2026 aus. Marktakteure befürchten, dass der Wegfall der EEG-Vergütung die Fremdkapitalfinanzierung neuer Projekte erschwert, unterstreicht jedoch die Bedeutung verlässlicher, investitionssicherer Rahmenbedingungen – nicht nur in Deutschland, sondern europaweit.

Internationaler Austausch auf der Intersolar Europe

PV-Hybridkraftwerke und neue Finanzierungsmodelle sind zentrale Themen der Intersolar Europe 2026. Bereits am 22. Juni startet die Intersolar Europe Conference – der High-Level-Auftakt zur Fachmesse mit namhaften Experten, strategischen Diskussionen und exklusiven Einblicken in Markttrends. Vom 23. bis 25. Juni werden die Themen auf dem Intersolar Forum in den Messehallen praxisnah diskutiert, parallel präsentieren Aussteller direkt in den Messehallen konkrete Lösungen. Die Intersolar Europe findet im Rahmen von The smarter E Europe, Europas größter Messeallianz für die Energiewirtschaft, und parallel zu den Fachmessen ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe statt. Insgesamt werden rund 2.800 Aussteller und mehr als 100.000 Besucher aus aller Welt erwartet.

Mehr Infos auf: www.intersolar.de

Peggy Härter-Zilay, 03.03.2026

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