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Artikel vom 16.12.2016

Gelbe Felder statt brennende Wälder

Es muss Schluss sein mit der Quotenanrechnung von Biokraftstoffen aus Palmöl in der EU! Dies fordert die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) zu Beginn der Diskussion über die Vorschläge der EU-Kommission zur Reform der Biokraftstoffpolitik. Diese wurden als Bestandteil des sogenannten "Winterpaketes" in der vergangenen Woche vorgestellt.

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Es muss Schluss sein mit der Quotenanrechnung von Biokraftstoffen aus Palmöl in der EU! Dies fordert die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) zu Beginn der Diskussion über die Vorschläge der EU-Kommission zur Reform der Biokraftstoffpolitik. Diese wurden als Bestandteil des sogenannten "Winterpaketes" in der vergangenen Woche vorgestellt. Mit der Reform der Erneuerbare Energien-Richtlinie muss die Definition für die erste Generation der Biokraftstoffe geändert bzw. geschärft werden: Ab 2021 sollten nur noch Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse in der EU angerechnet werden, wenn bei deren Herstellung auch hochwertige Eiweißfuttermittel anfallen, begründet die UFOP ihre Forderung.

Biokraftstoffe aus Raps, Getreide und Zuckerrüben tragen dann nicht nur heute, sondern auch in Zukunft wesentlich dazu bei, den Import von gentechnisch veränderten Soja in die EU zu minimieren. 2015 wurde in Deutschland erstmals mehr Raps- als Sojaschrot verfüttert. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die zunehmende Deklaration von Milchprodukten mit dem Label "Ohne Gentechnik". Raps ist die mit Abstand bedeutendste gentechnikfreie Eiweißfutterquelle in der EU.

Damit die "Proteinquelle" Raps für die Milchviehbetriebe erhalten bleibt, ist der Rapsanbau auf etwa 1,4 Mio. Hektar in Deutschland geradezu auf die Verwertung des Rapsöls im Kraftstoffsektor angewiesen, betont der Verband. Jeder Hektar Raps erübrige den Import einer entsprechenden Anbaufläche Soja. Mit der heimischen Eiweißquelle Raps könne diesem sogenannten Flächen- und Nährstoffimport und damit auch der Diskussion um indirekte Landnutzungsänderungen (iLUC) begegnet werden.

Die EU-Kommission und der Rat der EU-Umweltminister verstecken sich geradezu bei der von Umweltorganisationen immer wieder forcierten iLUC-Debatte. Die jährlichen Brandrodungen in Indonesien sollten genug Anlass sein, endlich konkret zu handeln. Niedrigere Kappungsgrenzen oder die Einführung von "iLUC-Faktoren" retten keinen einzigen Hektar Urwald. Die Alternative heißt stattdessen: Verbot der Anrechnung von Biokraftstoffen aus Palmöl zur Quotenanrechnung in der EU!

Firmenkontakt Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. Stephan Arens Claire-Waldoff-Str. 7 10117 Berlin 030 31904-225 S.Arens@ufop.de http://www.ufop.de

Stephan Arens, 16.12.2016

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