Montag, 8.8.2022
www.windjournal.de
Kostenloser Newsletter erneuerbare Energie!
Nachrichten | Erneuerbare | Kleinwindkraft | Solarenergie | Elektroauto | Newsletter | Branchenverzeichnis | Jobs | Bilder | Videos | Links | Impressum
Newsletter
Hier für den Newsletter des Wind Journals anmelden
Anzeige
Bildergalerie
Informations-Service
Das Wind Journal erstellt speziell auf die Interessen der Nutzer abgestimmte Informations-Newsletter, deren Inhalt die Nutzer mit einem intelligenten Werkzeug selbst bestimmen k�nnen! mehr
Anzeige
Suche
Artikel vom 07.03.2013

Greenpeace-Aktivisten protestieren für verschärftes Atomrecht/ Hitachi soll Mitverantwortung für Fukushima übernehmen

Duisburg (ots) - Greenpeace-Aktivisten protestieren heute an der Europazentrale von Hitachi-Power für ein verschärftes Haftungsrecht bei Atomunfällen. Die Umweltschützer beschriften die Fassade mit der Botschaft "Don´t let Hitachi walk away from the Fukushima disaster" (sinngemäß: Hitachi muss Verantwortung für Fukushima übernehmen). Das Problem: Hersteller und Zulieferer von Atomkraftwerken sind, im Gegensatz zu anderen Industriesektoren, von jeglicher Haftung ausgenommen. "Hitachi macht Profit mit der Atomkraft, während die Menschen das gesundheitliche und ökonomische Risiko tragen müssen. In Fukushima werden die Geschädigten derzeit mit Almosen abgespeist", sagt Heinz Smital, Atomexperte bei Greenpeace.

Anzeigen

Smital hat in der vergangenen Woche als Leiter einer Greenpeace-Expedition die verstrahlte Zone um das Atomkraftwerk Fukushima besucht. In Gesprächen mit Betroffenen vor Ort und durch eigene Messungen der Strahlung hat sich die Expedition ein umfassendes Bild von der Situation gemacht. Knapp zwei Jahre seit Beginn der Katastrophe, erhalten die Opfer noch immer keinen oder kaum Schadenersatz. Der Betreiber der Reaktoren, Tepco, wurde inzwischen verstaatlicht, um einen drohenden Bankrott des Unternehmens aufgrund der hohen Kosten durch den Unfall zu vermeiden. Der Schaden für das Unglück von rund 185 Milliarden Euro soll nun großteils aus Steuergeldern gezahlt werden.

Die sechs Reaktoren der Atomanlage von Fukushima Daiichi wurden von Hitachi, General Electric und Toshiba gebaut. Hitachi lieferte den Reaktor 4. Aufgrund der geltenden Gesetze gaben die Hersteller mit der Übergabe des Reaktors an den Betreiber auch jegliches Risiko ab. "Die Rechte der Opfer von Atomunfällen müssen gestärkt werden. Die Atomkatastrophe von Fukushima offenbart auf dramatische Weise die Ungerechtigkeit des Rechtssystems", sagt Smital.

Greenpeace veröffentlichte bereits am 19. Februar 2013 einen Report über die Folgen der Atomkatastrophe in Japan. Dieser zeigt, dass bis heute keiner der Betroffenen vollständig für seinen Verlust von Haus und Besitz entschädigt wurde. Infolge der Reaktorkatastrophe sind 160.000 Menschen evakuiert worden und Zehntausende freiwillig vor der atomaren Bedrohung geflüchtet.

Heinz Smital, 07.03.2013

presseportal.de: http://www.presseportal.de/pm/6343/2428753/greenpeace-aktivisten-protestieren-fuer-verschaerftes-atomrecht-hitachi-soll-mitverantwortung-fuer/api
Anzeigen

zum Thema passende Artikel

Greenpeace-Experten setzen radioaktive Messungen in Fukushima fort: Langzeitstrahlenbelastung im Fokus / Thomas Breuer und Heinz Smital für Anfragen vor Ort erreichbar

Wichtige Ökostromlabels – darauf sollte man achten

Energie hautnah: Das E-Werk von Tollwood und Greenpeace auf dem Tollwood Winterfestival 2012 in München

Bundesregierung enttäuscht 2012 bei Umwelt- und Klimaschutz, Gegner des Atomausstiegs auf dem Rückzug. 2013 wird entscheidend für Energiewende und Agrarreform

Wirtschaftlicher Betrieb auch bei reduzierter Einspeisevergütung

Klimawandel und die Verantwortung der Autokonzerne / Greenpeace Deutschland zieht Bilanz für 2012

Greenpeace 2013: Schutz des Klimas bleibt größte Herausforderung, Die Energiewende braucht Pioniere und Macher, keine Blockierer

seebaWIND Service kooperiert mit Maintenance Partners


Quellenangaben und Copyright

Weitere Informationen zu den Quellenangaben und zum Copyright der Artikel finden Sie hier. Externe Artikel sind mit dem jeweiligen für den Artikel verantwortlichen Anbieter über den Link "zum vollen Artikel" verknüpft.

Suche in Artikeln


Energieliga.de