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Heizölpreis 1. März: Bezugskosten geben moderat nach

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Pressemitteilung von: Ceto-Verlag GmbH

LEIPZIG. (Ceto) Die Rohölpreise haben sich heute leicht nach oben bewegt. Nordseeöl (Brent) und US-Leichtöl (WTI) meldeten moderate Aufschläge, die sich in der Größenordnung eines halben Dollars bewegten. Brent kostet damit weiter rund 112 Dollar, WTI knapp 98 Dollar.

Damit scheinen die Überreaktionen der vergangenen Tage vorerst passé zu sein. An den Rohstoffbörsen ist zunächst wieder eine Art Alltag eingekehrt. Der Risikofaktor Libyen taugt nicht mehr zur Spekulation und zum Schüren der Angst vor Engpässen in der Ölversorgung. Zwar liegen weite Teile der Produktion dort brach, jedoch haben andere die Lücke gefüllt. „Exzesse wie in der letzten Woche entstehen als Folge überschüssigen Geldvermögens und dem ideologischen Zwang, aus diesem weiteres Vermögen zu schöpfen.“, sagt esyoil-Analyst Klaus Bergmann.
Für die Ölversorgung weit größere Auswirkungen könnten die anhaltenden Proteste in Bahrain haben. Der Inselstaat im Persischen Golf wird von einer sunnitischen Minderheit regiert und grenzt im Westen an den ölreichen Osten Saudi-Arabiens. Hier zeigt sich die Lage ähnlich: der schiitischen Mehrheit steht eine sunnitische Minderheitsregierung gegenüber. Das saudische Herrscherhaus fürchtet nichts mehr als ein Übergreifen der Revolte aus dem Nachbarland. Jedoch gilt dieser Teil der Arabischen Halbinsel als vergleichsweise stabil, derzeit deutet nicht viel auf das Eintreten dieses Szenarios hin. Die Analysten des Branchendienstes Futures Services unterstreichen: Es mangelt nicht physisch an Öl, das momentane Preisgefüge ist allein auf Risikoaufschläge zurückzuführen.
Da der Lauf der Dinge in diesen Teilen der Welt derzeit nicht seriös prognostizierbar ist, sich aber im Moment – aus der eng begrenzten Sichtweise des Rohstoffspekulanten – beruhigt hat, rücken fundamentalen Daten wie Wirtschafts- und Bestandsdaten wieder stärker in den Fokus. Wie lange diese Ruhe anhält und ob ihr ein Sturm folgt, ist ungewiss.
Derweil ergaben sich im hiesigen Heizölhandel moderate Abschläge. Im Bundesdurchschnitt brachte die Erhebung von BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau einen Preis 84,38 Euro pro 100-Liter-Partie einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern Heizöl EL. Das sind – nicht zuletzt dank des stärkeren Euros – 47 Cent weniger als gestern.
Zum Vergleich die Werte der Vorjahre: 1. März 2007 55,52 Euro; 1. März 2008 75,75 Euro; 1. März 2009 49,26 Euro und 1. März 2010 63,57 Euro.
Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten. Regionale Abweichungen sind marktbedingt jederzeit möglich.
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