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Artikel vom 11.07.2008

Der Atomrausch auf dem G8 Gipfel

Statt sich auf effiziente Maßnahmen zum Klimaschutz zu einigen, haben sich die G8-Staaten in dieser Woche in  Japan einem neuen Atomrausch hingegeben. Ausgerechnet der größte Klimasünder George W. Bush will mit 100 neuen Atomkraftwerken das Klima retten.

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Ein Irrglaube, wie die Naturwissenschaftlerin und Atomfreundin Angela Merkel realistischerweise gleich richtig stellte. Denn Atomenergie liefert zurzeit nur 3 % der Weltenenergie. Sie bietet nicht die geringste Lösung für unsere weltweiten Energieprobleme.

Aber der US-Präsident schwafelt von der "Schönheit der Atomenergie" und vergisst die über 80.000 Toten von Tschernobyl und einige andere Probleme mit der Atomkraft.  So gibt es auf der ganzen Welt  keinen einzigen Ort, an dem Atommüll "sicher" gelagert werden könnte.

Wir wissen nur eins: Atommüll strahlt bis zu einer Million Jahren. Je länger wir auf Atomkraft setzten desto mehr werden uns unsere Kinder und Enkel verfluchen. Wir hinterlassen ihnen Probleme, mit denen wir nicht fertig werden.

Weitere Investitionen und Subventionen in Kernenergie sind extrem kontraproduktiv, sie sind in erneuerbare Energien und in Energieeffizienz viel gewinnbringender und sicherer angelegt wie die Kanzlerin ebenfalls feststellte. Auch deutsche AKWs sind nicht 100 % sicher - jedes AKW hat ein Restrisiko und dieses könnte uns eines Tages den Rest geben. Allein in dieser Woche gab es in den acht spanischen AKWs vier Störfälle!

In Terror-Zeiten ist jedes AKW verantwortungsloser Leichtsinn und keine Problemlösung. Eine Renaissance der Atomenergie ist eine Einladung an Schurken und Schurkenstaaten - die vielleicht größte Gefahr neben dem Klimawandel im 21. Jahrhundert. Die neue Kampagne für die Atomkraft wird zusammenstürzen wie ein Kartenhaus, wenn es zu einer neuen Reaktor-Katastrophe kommt.

Was aber erzählen uns die atomaren Glücksritter Bush und Sarkozy dann?

Einige Journalisten hierzulande befürchten einen deutschen Sonderweg, wenn es beim Ausstiegsbeschluss bleibt. Was aber ist schlimm an der Vorstellung, dass Deutschland als wichtiger Industriestandort der Welt den Ausweg aus der atomaren Sackgasse aufzeigt?

Bei Photovoltaik, Windrädern und Biogas sind wir bereits Welttechnologieführer. Wir haben wieder Exportschlager. Deutschland hat bei Erneuerbaren Energien bereits achtmal mehr Arbeitsplätze als in all seinen 17 Atomkraftwerken zusammen. Es ist ökologisch, ökonomisch, sozial und ethisch vernünftig, auf diesem Weg unbeirrt weiterzugehen.

Deutschland ist erneuerbar, Europa ist erneuerbar, die Welt ist erneuerbar. Noch können wir uns aus der atomaren Geiselhaft befreien.

Artikel aus "Readers Edition": http://www.readers-edition.de (Angaben zur Quelle und zum Copyright dieses Artikels hier)

Franz Alt, 11.07.2008

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