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Artikel vom 27.12.2012

Konzentration aufs Kerngeschäft: juwi setzt in stürmischen Zeiten auf Konsolidierung

Wörrstadt (iwr-pressedienst) - Eurokrise, Schuldenschnitt, Pleitewelle. Börse hoch, Börse runter. Hier Jobwunder, dort das Aus für Traditionsunternehmen. Und dann auch noch der permanente Streit um Tempo und Richtung der Energiewende. 2012 war ein turbulentes Jahr. Für Deutschland, für die Branche der erneuerbaren Energien – und natürlich auch für die juwi-Gruppe. "Wir haben die Herausforderungen angenommen und unser Unternehmen neu und zukunftsgerichtet aufgestellt", lautet das Fazit der Firmengründer Fred Jung und Matthias Willenbacher zum Jahresende. Der international tätige Energiespezialist schließt das Geschäftsjahr bei einem voraussichtlichen Umsatz von rund 1,1 Mrd. Euro mit einem positiven und stabilen Ergebnis ab und zeigt sich gut gerüstet für 2013. Konsolidierung und Konzentration auf das Kerngeschäft stehen dabei im Fokus.

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Während die von fragwürdigen politischen Entscheidungen befeuerte Krise in der Solar-Industrie zahlreiche Modulhersteller aber auch Projektierer in die Sanierung oder gar Insolvenz getrieben hat, erwies sich die juwi-Gruppe als breit aufgestelltes Unternehmen mit technologieübergreifender Strategie deutlich robuster. "Obwohl auch wir schmerzhafte Einschnitte hinnehmen mussten, die trotz größter Anstrengungen leider auch mit dem Abbau von Arbeitsplätzen verbunden waren, hat sich doch gezeigt, dass unser Unternehmensziel einer dezentralen, rein regenerativen Energieversorgung nach wie vor trägt", sind sich Jung und Willenbacher sicher. "Die weltweit rund 1.800 Mitarbeiter der juwi-Gruppe arbeiten weiter an der Energiewende. juwi wird bei weitgehend konstanter Mitarbeiterzahl auch künftig stabil wachsen, wenn auch deutlich moderater als in der Vergangenheit."

Statt nur auf Entwicklungen am Energiemarkt zu reagieren, hat sich die juwi-Gruppe neu aufgestellt. Weg von der klassischen Aufteilung in die EE-Technologien Solar-, Wind- oder Bioenergie – hin zu einer übergreifenden, regionalen Betrachtung von Markt und Kunden. juwi bietet seinen Geschäftspartnern mit der Erfahrung von rund 2.500 EE-Anlagen und einer Gesamtleistung von etwa 2.500 Megawatt künftig maßgeschneiderte Lösungen. Kompetent, zuverlässig und aus einer Hand. Schon heute reicht der in von juwi realisierten Anlagen produzierte Strom aus, den Jahresbedarf von rund 1,5 Millionen Haushalten zu decken.

Im Jahr 2012 hat sich juwi auch von einigen Geschäftsfeldern getrennt, bzw. hat diese vom Umfang her stark reduziert: Die Geschäftsfelder Palaterra sowie die Entwicklung von Holzheizkraftwerken und Holzpelletieranlagen wurden geschlossen, das Thema Elektromobilität wird vorerst auf niedrigem Niveau vorrangig zur Umstellung des eigenen Fuhrparks fortgeführt. Die Aktivitäten im Bereich Biogas werden ebenfalls reduziert. Diese notwenige Konsolidierung bedeutet allerdings nicht, dass die juwi-Gruppe den Wachstumspfad verlässt. "Unsere Planungen gehen davon aus, dass der Gesamtumsatz der juwi-Gruppe bis 2015 linear auf 1,5 Milliarden Euro ansteigen wird", sagt Martin Winter, seit Mitte des Jahres neuer Finanzvorstand (CFO) der juwi AG. Im ablaufenden Geschäftsjahr betrug der Umsatz der juwi-Gruppe rund 1,1 Mrd. Euro – zehn Prozent mehr als 2011. Ähnliche jährliche Wachstumsraten erwartet der Vorstand auch für die nächsten drei Jahre; dabei wird sich auch eine Verschiebung der Umsatzanteile ergeben: Wichtige Bestandteile des Umsatzes werden künftig vor allem die Windenergie in Deutschland sowie das internationale Projektentwicklungsgeschäft in den Bereichen Wind- und Solarenergie sein.

In Deutschland ist eine Projekt-Pipeline mit gesicherten Flächen in bereits ausgewiesenen Windeignungsflächen für mehr als 1.350 Megawatt die Grundlage für ein stetiges Volumen von rund 600-700 Millionen Euro Umsatz pro Jahr. Bei durchschnittlich zwei Millionen Euro Investitionssumme pro Megawatt sind damit aktuell schon über 2,5 Milliarden Euro an Umsatz in der Projekt-Pipeline.

Parallel dazu bündelt juwi seine Aktivitäten im Endkundenbereich in einer Gesellschaft juwi Energielösungen GmbH. "Wir sehen hier einen neuen strategischen Baustein unserer Aktivitäten, da er den Markt der Gewerbe- und Industriekunden erschließt und diesen Unternehmen den Zugang zu nachhaltigem und kostengünstigem Strom und Wärme ermöglicht", sagen Jung und Willenbacher.

Eine beeindruckende Zahl von weltweit realisierten Projekten kennzeichneten bereits das Jahr 2012. Allesamt waren ertragreich und viele davon hatten "Leuchtturmcharakter".

Windpark Ellern – Meilenstein der Energiewende

Im Bereich Windenergie wurde Ellern im Hunsrück zu einem sichtbaren Meilenstein der Energiewende. Am Rande des Soonwaldes drehen sich zum Jahresende fünf mächtige Windräder vom Typ Enercon E-126. Diese gut 200 Meter hohen Windenergieanlagen gelten als die leistungsstärksten Windräder für Binnenstandorte. Zusammen mit drei weiteren Anlagen vom Typ E-101 erzeugen sie in einem Jahr fast 120 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom. Das reicht für mehr als 33.000 Haushalt und entlastet die Umwelt von rund 85.000 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases CO2. Die Windräder werden zusammen mit weiteren im Bau befindlichen Anlagen von juwi und dem österreichischen Stromunternehmen VERBUND AG betrieben.

Die Windparks setzen nicht nur in Sachen Ertragskraft Maßstäbe, sondern auch in punkto Umwelt- und Naturschutz. "Energiewende und Naturschutz sind für uns keine Gegensätze", stellt juwi-Vorstand Matthias Willenbacher klar. "Im Gegenteil: Beides gehört zusammen und wird bei unseren Projekten für regenerative Energieanlagen immer berücksichtigt. Das ist auch im Fall des Windparks Ellern so."

Sogar in den USA sorgt juwi für frischen Wind

Wer an den Mittleren Westen der USA denkt, dem kommen zwangsläufig Bilder von endlosen Maisfeldern in den Kopf. Doch über dem "corn belt" lässt sich auch Anderes ernten: Wind zum Beispiel. Wenn es um die Nutzung dieser natürlichen Ressource geht, ist Minnesota einer der ambitioniertesten US-Bundesstaaten. Kein Wunder, über den endlosen Weiten der Prärie weht konstant und kostenlos ein kräftiger Wind. So auch in Nobles County, im Norden der Kleinstadt Worthington. Hier baut die US-Tochter des Wörrstädter Projektentwicklers juwi gegenwärtig den modernsten Windpark des Staates. Das Besondere: Die Türme der 15 REpower MM92 Turbinen sind mit einer Nabenhöhe von 100 Metern die höchsten in ganz Minnesota. Der 20 Meter Höhenunterschied zu herkömmlichen Windenergie-Anlagen ermöglicht eine 15 Prozent höhere Windausbeute. Zehn Anlagen sind bereits fertiggestellt, die restlichen fünf folgen in den kommenden Wochen. Am 6. Dezember wurde das Projekt feierlich eröffnet. Es ist auch ein Paradebeispiel für regionale Wertschöpfung: Angestoßen und vorangetrieben wurde es von juwi und rund 30 lokalen Akteuren, darunter Landeigentümer und private Investoren. "Neben juwi werden auch Community Wind South und Grundbesitzer, auf deren Land Überlandleitungen stehen, am Windpark beteiligt sein", so Jed van Sciver, der zuständige Projektleiter beim Spezialisten für erneuerbare Energien.

Costa Rica: Windräder produzieren Strom in luftiger Höhe

Urlauber und Geschäftsreisende, die den internationalen Flughafen von Costa Ricas Hauptstadt San José anfliegt, schauen auf die wunderschönen, grünen Berge des Valle Central. Seit kurzem fällt der Blick aus dem Flugzeug noch auf ein weiteres Highlight der Region: Auf 1.800 Metern Höhe, in der Nähe der Stadt Santa Ana ragen 17 Windenergie-Anlagen in den Himmel. Juwi hat die Windräder vom Typ Enercon E-44 zusammen mit zwei lokalen Partnern projektiert. Künftig wird er mit einer Nennleistung von 15,3 Megawatt jährlich genug Strom für 15.000 lokale Haushalte produzieren. Am 13. Dezember weihte Costa Ricas Staatspräsidentin Laura Chinchilla die Anlage offiziell ein.

Sauberer Sonnenstrom statt strahlendem Uran

Selten findet man Vergangenheit und Zukunft so nah beieinander wie in Ronneburg (Thüringen). Wo einst im Tagebau tonnenweise gefährliches Uran abgebaut wurde, fließt in Kürze sauberer Sonnenstrom. Über 41.000 Solarmodule produzieren Öko-Strom für mehr als 5.600 Haushalte. Damit ist der von juwi projektierte Solarpark der größte in Thüringen. Die Anlage hat eine installierte Leistung von 20 Megawatt und wird auf eigens von juwi entwickelten Untergestellen errichtet. Pro Jahr produziert sie knapp 19,7 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom. Das reicht aus, eine kleinere Stadt wie Ronneburg vollständig mit Sonnenstrom zu versorgen. Zudem werden pro Jahr rund 13.600 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) vermieden. Der produzierte Öko-Strom wird in das regionale Stromnetz eingespeist. Der Solarpark wurde auf städtischen Grund errichtet. Die Pachteinnahmen sowie die Gewerbesteuern kommen unmittelbar der Gemeindekasse zu Gute.

Die Anfang Oktober von Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig eingeweihte Anlage macht deutlich, dass juwi auch nach der drastischen Kürzung der Einspeisevergütung auf die Sonne setzt. "Solarstrom ist ein zentraler Baustein einer umfassenden Versorgung mit erneuerbaren Energien. Ohne Photovoltaik-Freiflächenanlagen ist die Energiewende hin zu einer Stromversorgung, die zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erfolgt, nicht möglich", so juwi-Vorstand Fred Jung.

Grüne Energie rund um die Uhr

Auch in der Pfalz wurde 2012 ein weiterer Schritt in Richtung dezentraler Versorgung mit 100 Prozent sauberer, erneuerbarer Energie getan. juwi hat in Ramstein-Miesenbach die erste Biogasaufbereitungsanlage der Region fertiggestellt. Das "grüne" Kraftwerk liefert pro Jahr mehr als 30 Millionen Kilowattstunden Energie aus nachwachsenden Rohstoffen. Nach dem Abschluss des Probelaufes wird die Anlage stündlich 350 Kubikmeter Biomethan in Erdgasqualität in das vorhandene Erdgasnetz einspeisen. Das erzeugte Gas kann den Wärmebedarf von rund 1.500 Privathaushalten decken oder zu sauberer Elektrizität verstromt werden.

"Biogasanlagen bieten die Möglichkeit, rund um die Uhr eine sehr saubere Energieversorgung zu gewährleisten und sind somit eine ideale Ergänzung zu den erneuerbaren Energiequellen Wind und Sonne", beschreibt juwi-Vorstand Matthias Willenbacher die Bedeutung von Anlagen diesen Typs.

Neues Zentralgebäude und viel Herz für Kinder

Wer an der Energiewende arbeitet, sollte sie auch im eigenen, direkten Umfeld vorantreiben. juwi hat dies im zurückliegenden Jahr in beeindruckender Weise beherzigt. Im August bezogen 400 Mitarbeiter des Projektentwicklers für erneuerbare Energien ihr neues Zentralgebäude. Im Beisein von Bundesumweltminister Peter Altmaier und gut 5.000 Gästen aus der ganzen Region wurde der in markanter Holzbauweise errichtete Gebäudetrakt eingeweiht. Nicht nur optisch sondern auch in Sachen Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit setzt das viergeschossige Bauwerk neue Maßstäbe. Fenster und Wände mit hohen Dämmwerten sowie die mehrfache Kopplung von Wärmekreisläufen, etwa in der Großküche, sorgen für effektiven Wärmeschutz. Ein neuartiges LED-Konzept reduziert den Energieverbrauch auf ein Minimum. Der Primärenergiebedarf an Wärme, Warmwasser und Strom wird komplett aus regenerativen Quellen gedeckt.

Am Standort sorgen unter anderem ein 5,6-Megawatt-Solarpark, sieben Solarcarports mit einer Modulfläche von über 9.000 Quadratmeter, zahlreiche Solarmodule am und auf dem Gebäude sowie 17 Windenergie-Anlagen für klimaneutralen Strom. Überschüssiger Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Errichtet wurde der Neubau von der Firma Griffner, einem anerkannten Spezialisten für modernen Holzbau. Das Gebäudedesign lieferte das Architektenbüro Klein aus Budenheim.

Auch bei der Klimatisierung des Zentralgebäudes geht juwi neue Wege. Holzpellets aus der eigenen Produktion in Morbach im Hunsrück und Bioerdgas erzeugen in der kalten Jahreszeit klimaneutral Wärmeenergie. Im Sommer wird das Gebäude von einer thermisch angetrieben Kältemaschine gekühlt. Selbst das Regenwasser bleibt im Neubau nicht ungenutzt. Es wird gesammelt, gefiltert und dient dann für die WC-Spülungen.

Ebenfalls im vergangenen Jahr wurde die betriebseigene Kindertagesstätte "juwelchen" erweitert. Sie bietet seitdem bis zu 70 Kindern ausreichend Platz zum Spielen, Lernen und Herumtoben.

Zur juwi-Gruppe:

juwi zählt zu den weltweit führenden Spezialisten für erneuerbare Energien mit starker regionaler Präsenz und bietet Projektentwicklung sowie Produkte für die Energiewende an. Unser Ziel: 100 Prozent erneuerbare Energien. Unser Antrieb: Mit Leidenschaft erneuerbare Energien wirtschaftlich und zuverlässig gemeinsam durchsetzen. Gegründet wurde juwi 1996 von Fred Jung und Matthias Willenbacher in Rheinland-Pfalz. Heute beschäftigt das weltweit tätige Unternehmen mehr als 1.800 Mitarbeiter in 15 Ländern und erzielte im Jahr 2011 einen Jahresumsatz von einer Milliarde Euro. Zu den Geschäftsfeldern zählen vor allem Solar-, Wind- und Bioenergie, aber auch Wasserkraft und Geothermie. In Deutschland hat juwi Niederlassungen und Regionalbüros in elf Bundesländern. Weltweit zeigt juwi Präsenz in Frankreich, Italien, Spanien, Tschechien, Griechenland, Polen, Bulgarien, Großbritannien, Indien, Singapur, Südafrika, Chile, den USA und Costa Rica.

Michael Löhr, Pressesprecher juwi Holding AG, 27.12.2012

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