Sonntag, 17.1.2021
www.windjournal.de
Kostenloser Newsletter erneuerbare Energie!
Nachrichten | Erneuerbare | Kleinwindkraft | Solarenergie | Elektroauto | Newsletter | Branchenverzeichnis | Jobs | Bilder | Videos | Links | Impressum
Newsletter
Hier für den Newsletter des Wind Journals anmelden
Anzeige
Bildergalerie
Informations-Service
Das Wind Journal erstellt speziell auf die Interessen der Nutzer abgestimmte Informations-Newsletter, deren Inhalt die Nutzer mit einem intelligenten Werkzeug selbst bestimmen k�nnen! mehr
Anzeige
Suche
Artikel vom 30.06.2007

Kanzlerin, bleibe hart!

Die vier großen deutschen Energieversorger - RWE, Eon, EnBW und Vattenfall - kämpfen um ihre Monopolstellung. Sie wollen längere Laufzeiten ihrer Atomkraftwerke, planen neue Kohlekraftwerke und machen riesige Gewinne.

Anzeigen

In dieser Situation wollen sie natürlich alles so belassen wie es ist. Klimaschutz? Nebensache! Gefahr durch AKWs? Unsere sind sicher!

Doch die Bundesregierung will auch beim nächsten Klimagipfel im Kanzleramt in dieser Woche an ihren ehrgeizigen Klimaschutzzielen festhalten. Und das heißt:
40% weniger CO2-Emissionen und eine Verdoppelung der Energieeffizienz bis 2020 - gemessen an 1990.

Da bislang jedoch erst 19% Emissionen eingespart wurden, müssten bis 2020 noch 21 % zusätzlich reduziert werden. Praktisch bedeutet das: Rascher Ausbau der Erneuerbaren Energien, ernsthafte Einsparungen und intelligentere Nutzung von Energie. An tausenden Beispielen in ganz Deutschland ist längst bewiesen, dass die Klimaschutzziele der Bundesregierung realisierbar sind. Die neuen Träger einer Energiewende sind freilich weniger die alten Monopolisten, sondern Millionen Hausbesitzer, zehntausende Bauern, Mittelständler, Handwerker und Investoren. Und daran sind die bisherigen Energiemonopolisten natürlich nicht interessiert.

“Die Kanzlerin soll erpresst werden.”

Deshalb nannte Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz am Wochenende in der Süddeutschen Zeitung die Klimaschutzziele der Bundesregierung "unrealistisch". Er drohte mit dem bekannten Totschlagargument der Großindustrie: "Abwanderung energieintensiver Industrien und Verlust von bis zu einer halben Million Arbeitsplätzen". Die Kanzlerin soll erpresst werden.

Der Manager übersieht, dass der Umstieg auf Erneuerbare Energien weit mehr Arbeitsplätze schafft als in der alten Energiewirtschaft verloren gehen. Dies ist tausendfach bewiesen. Aber die Vertreter der alten Energiewirtschaft blenden alle Chancen durch erneuerbare Energien aus. Und sie verbreiten Angst und Schrecken. Die Umwelt und die Lebenschancen für Kinder und Enkel sind ihnen völlig schnuppe. In das gleiche Horn von Vergangenheitsversessenheit und Zukunftsvergessenheit bläst ein Geheimpapier des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, das aber rechtzeitig vor dem Klimagipfel bekannt wurde.

Ekkehard Schulz sagte ferner: "Klimaschutz kostet Geld". Da hat er Recht. Aber er übersieht, dass kein Klimaschutz noch viel mehr Geld kostet. Der frühere Chefvolkswirt der Weltbank, Sir Niklas Stern, hat im Auftrag der englischen Regierung errechnet, dass die weitere Erderwärmung mindestens zehnmal mehr Geld kostet als der Schutz des Weltklimas wie ihn die Bundsregierung jetzt ernsthaft betreiben will!

Im Sinne der Zukunft unserer Kinder ist der Regierungschefin zu empfehlen: Kanzlerin, bleibe hart! Klimaschutz für alle ist wichtiger als der Profit weniger Ewiggestriger.

Artikel aus "Readers Edition": http://www.readers-edition.de (Angaben zur Quelle und zum Copyright dieses Artikels hier)

Franz Alt, 30.06.2007

Anzeigen

zum Thema passende Artikel

Kanzlerin für Prima Klima!

In Bonn und Elmau Klimaziele nachbessern. Kanzlerin Merkel muss Klimabeitrag deutscher Kohlekraftwerke unterstuetzen

Bundesregierung enttäuscht 2012 bei Umwelt- und Klimaschutz, Gegner des Atomausstiegs auf dem Rückzug. 2013 wird entscheidend für Energiewende und Agrarreform

Die Energiewende ist möglich – Neue Energie – Neue Arbeitsplätze

Auch im Saarland: Erneuerbare Energien statt Kohle

Die Freiheit zu handeln - Was jede und jeder tun kann!

Merkel oder Bush? Die Woche der Weichenstellung

Der Atomrausch auf dem G8 Gipfel


Quellenangaben und Copyright

Weitere Informationen zu den Quellenangaben und zum Copyright der Artikel finden Sie hier. Externe Artikel sind mit dem jeweiligen für den Artikel verantwortlichen Anbieter über den Link "zum vollen Artikel" verknüpft.

Suche in Artikeln


Energieliga.de